"6 Skulpturen suchen einen Autor" ist der zweite Teil der "Ex Machina"-Serie zum gleichnamigen Theater-Effekt in der Bildenden Kunst.

 

Die Installation setzt sich mit der Dokumentation von Realitätsauffaltungen angesichts von Kunstmaschinerie und Bühne auseinander. Sie beschäftigt sich mit Verwicklungen um den (tatsächlich) im Theaterapparat abhanden gekommenen ersten Teil der Serie und stellt Verbindungen zu einem bekannten Drama Luigi Pirandellos her.

 

Der Titel bezieht sich auf dessen Stück "6 Personen suchen einen Autor".  "6 Skulpturen" sind ausschnitthafte und durch Faltungen bearbeitete Fotografien, die zusammen mit einem Vorhang als Überbleibsel des ersten Teils ihr Recht auf ein Kunst-Figur-Sein fordern. 

Der Vorhang ist als Theater-Schnürboden angelegt, welcher vom Betrachter ähnlich wie eine Marionette mittels Seilen bewegt werden kann.

6x3x3m, Baumwolle, Seil, Fotografie, Entwurfpapier, Haken

6 Skulpturen suchen einen Autor (2017)

 
 

Waiting for the wave to come (after Hokusai)

Matthis Bacht Waiting for the wave to come (after Hokusai) 2017

at Studio Nordbecken (Karlsruhe). 

(...) 

The Work was developed for the annual exhibition at Studio Nordbecken in Karlsruhe (D) and its very special location. "Waiting for the wave to come (after Hokusai)" was installed in an artificial, especially crafted hole, which at the one hand "frames" the wave, on the other hand harmonies with the measures oft the raisin-cast.

 

Its located at the end of a tunnel-like floor between the inside of the Exhibition-Space and the citys industrial Harbour at the "Nordbecken". The wave itself is a three-dimensional interpretation of the "Great wave off Kanagawa" by the famous japanese painter Hokusai.

The Work ist mobile in terms of being able to be installed in a similar hole at any art-space with at least a view on water e.g. a Lake, a Creek or a river.

Raisin-Cast, 25x17x12 cm + surrounding.

Edition of 5+2 a.p. (2017)

 

Depot Ex Machina (2017)

at Theater Heidelberg. 

(...) 

"Ex Machina" ist the well known effect of an unexpected solution near towards the end of a complex theatre-piece – a tragedy or a comedy. Usually the "Theatre-Machine", which means the stage itself and its mechanics, is helping this effect with the surprising arrival of a person e.g. from the ceiling.

 

"Depot Ex Machina" is creating an unexpected visible "Depot" for unused Art (in this case drawings) in a public space – the foyer of the "Theatre-Machine" of the Heidelberg City Theatre. Large prints of the drawings are placed displaylike underneath the "net", which functions here as an implemented shelf for the original-drawings. It can be viewed from the foyer-gallery, what creates moments of intimacy.

14x7x1,5 m, cotton, glas, paper, wood.

In den Quadraten (2016)

im Mannheimer Kunstverein. 

Text von Florian Arnold (Auszug):

(...) eine Auf- und Ausarbeitung des Quadratmotivs innerhalb der Planung der barocken „Idealstadt“ Mannheim: (...) Wie in Beton überlieferte Fossilien versammeln sich Trouvaillen unterschiedlichster Sorte (Blätter, Beutel, Bruchstücke) zu einer abstrakten Komposition, deren Anmutung den Eindruck erweckt, Überbleibseln einer untergegangenen Epoche gegenüberzustehen.

 

Durch die Beton-Tableaus auf dem quadratischen Raster der Wände des Innenhofes scheint nicht nur die Raumordnung durchbrochen, sondern gleichermaßen die Linie der Zeit aufgebrochen und zu einem Zyklus umgebogen, in dem das Gelingen und Scheitern idealtypischer Konstruktionen gleichermaßen gegenwärtig wird. (...)

 
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Ampersand (2016)

am Tankturm. Mit Anna Heidenhain (Berlin) 

Ampersand ist gemacht, um abzustrahlen und zu verbinden.

 

Durch kippen, verlängern und "Um-die-Ecke-biegen" von zwei Schriftzeichen (dem englischen Ampersand) setzt die Arbeit zwei Seiten eines Gebäudes miteinander in Beziehung. Die Arbeit funktioniert als Zeichen für Kunst und einige ihrer Möglichkeiten: Verbindung, Statement, Architektur, Sprache und Raum – Identität. Der Blick von den Balkonvorsprüngen des Gebäudes ermöglicht zwei unterschiedliche Nahansichten. Der Relief-artige Charakter der verklinkerten Industriefassade wird mit aufgenommen.

In direkter Sichtbeziehung existiert ein zweites Ampersand am Turm des Haus am Wehrsteg – welcher im gleichen Jahr wie der Tankturm (1930) fertiggestellt wurde.

Der englische Titel steht für das uns bekannte "&"-Zeichen.

 

Material: Aluminium, Licht, Lack

Größe: ca. 80x120x80 (HxBxT)

 

Ausstellungskiste (2016)

in der Kunsthalle Mannheim.

Die Arbeit „Ausstellungskiste“ thematisiert das Schnittfeld Ausstellungsort und Skulptur und fügt diesem als weitere Komponente das Bild hinzu.

In der Installation wird realer Raum umgewandelt: Maßstabsgetreu wurde dazu der Grundriss eines existierenden Ausstellungsraumes – das Künstlerhaus Haus am Wehrsteg – auf Leinen übertragen und auf dem Boden ausgebreitet. Die Wände des Gebäudes wurden ebenso nachgebildet und durch ihre Materialität aus Leinen innerhalb der Installation zum Wandbild. Der gesamte physische Rahmen des Ausstellungsraumes wird so zu einem Ensemble, in dem die Komponenten variabel sind.

 

Die zweiteilige Bronzeplastik „Maske für ein Haus“ als weiterer, wichtiger Bestandteil zeigt auf ihrer der Installation zugewandten Seite einen Hohlraum in Haus-Form. Auf der ihr abgewandten Seite befindet sich das Relief eines abstrakt-stilisierten Bildes der Klassischen Moderne – somit teils Gemälde, teils Fassade oder auch „Maske“ für ein Haus.

Die Bronzeteile verbinden Innen- und Außenraum und verändern beim Betrachter die Erwartung an das jeweilige Medium und dessen Geschichte. Die Gesamt-Installation „Ausstellungskiste“ als idealer Kunstraum passt in eine Kiste, die als weiterer Bestandteil ausgestellt wird. Text: Annabel Manz

Als "Showroom" ist ein Auszug der Installation in die Sammlung der Kunsthalle Mannheim aufgenommen worden. Fotos: Toni-Montana-Studios©

 
 

Boiling Cold (2016)

Set-Design / Bühnenbild for "Boiling Cold" (contemporary Dance), 2016

Florian Arnold about the Scenography:

"Fetish-Dungeon and Science-Fiction-Scenery (...): a frozen Media-U-Topie" 

Choreographer:

Edan Gorlicki (Israel/US) 

Costume-Design: Natasja Lansen 

Light-Design: Ingo Jooß 

Sound: Jo Bartmes 

Graphic-Design: Götz Gramlich 

Dance: Mayke van Kruchten & Evandro Pedroni

Fotos: Annemone Taake

Fotokisten(2016)

A group of works in different medias  –photograph, metal (frames/objects), industrial glass , laquer – dealing with architecture, the frame and the installation/mounting of images and objects on a wall.

The objects inside the white frames are photographs of another especially built thing: a wooden box with constructions made of chipboard inside.

Titles are (e.g).: Fotokiste XXII (Architecture), Fotokiste XXIII (Scotch), Fotokiste XXIV (mounting hole), ...

Fotos: Johannes Bendzulla,

Installation views at Container, Düsseldorf